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Ohne weiter auf die Spezifikationen des MRT einzugehen (wie. z.B. die Orientierung im Raum geschieht oder welche Parameter bei welcher Sequenz hervorgehoben werden) kann man zusammenfassen: Die MRT liefert überall dort ein verwertbares Bildsignal, wo Wasser vorhanden ist. Da der menschliche Körper zum größten Teil aus Wasser besteht, ist die MRT praktisch an jedem Körperteil effektiv einsetzbar. Weniger Signal wird entsprechend in Körperabschnitten gemessen, die wenig Wasser oder Luft enthalten, wie kompakter Knochen oder die Lunge.
Wie ist ein Kernspintomograf aufgebaut?
Herzstück ist der supraleitende Magnet, der über eine Heliumkühlung verfügt und von einer leistungsfähigen Klimaanlage versorgt werden muß. Die modernen offen im Raum stehenden Magneten vermitteln nicht mehr das Gefühl einer engen Röhre. In den Magneten eingebaute sog. Gradientenspulen kodieren das Signal im Raum ( d.h. in x- , y- und z-Richtung) und können auch der Bildgebung dienen. Die kleinen Oberflächenspulen dienen wie gesagt der Signalverstärkuung.
Angeschlossen ist ein hochleistungsfähiger Rechner, der die elektromagnetischen Impulse in Bildsignale umwandelt. Je nach Softwareausstattung werden so Schnittbilder in beliebigen Ebenen oder auch dreidimensionale Bilder des menschlichen Körpers erzeugt.
Wie wird die Untersuchung durchgeführt?
Zunächst muß geklärt werden, ob für den Patienten keine Gefährdung durch das MRT entsteht. Die schriftliche Dokumentation und Aufklärung des Patienten ist Bestandteil der Untersuchung.
Bestimmte Untersuchungen erfordern eine Vorbereitung:
- Bei Untersuchungen des Bauchraumes, insbesondere der Beckenorgane wird häufig eine Kontrastmittel zu trinken gegeben. Dabei kann es sich einfacherweise um Wasser (“positives Kontrastmittel”) oder Suspensionen von z.B. Eisenoxid (“negative Kontrastmittel”) handeln.
- Mitunter wird in der Gelenkdiagnostik eine sogenannte indirekte Arthrografie verwendet: Ein MR-spezifisches Kontrastmittel (Gadolinium-DTPA) wird intravenös gegeben. Nach etwa 20 Minuten und unter forcierter Bewegung des entsprechenden Gelenkes ist das Kontrastmittel durch die Gelenkkapsel in den Gelenkraum getreten und vermischt sich mit der Gelenkflüssigkeit.
- In der Leberdiagnostik werden immer häufiger supermagnetische Eisenoxidpartikel als negatives Kontrastmittel eingesetzt, um gesunde Zellen von kranken besser unterscheiden zu können. Diese Kontrastmittel müssen langsam als Infusion intravenös verabreicht werden. Im Rahmen der Verstoffwechselung der Leber wird der Effekt dann nach etwa 30 Minuten im MRT sichtbar.
Kleinkinder waren früher schwer und meist nur mit Kurznarkose untersuchbar. Heutzutage reicht in der Regel die beruhigende Hand der Mutter oder ein Chloralhydrat-Zäpfchen aus
Grundsätzlich erfordert die Mehrzahl aller MRT-Untersuchungen keine spezielle Vorbereitung.
Die Lagerung auf dem Untersuchungstisch erfolgt immer so, dass die interessierende Region möglichst im Zentrum des Magneten liegt. Dies ist naturgemäß nicht immer exakt möglich (z.B bei der Schulter). Die Lagerung sollte bequem und schmerzfrei sein.
Je nach Fragestellung wird die Untersuchung ohne oder mit einer Oberflächenspule durchgeführt. Letztere wirken wie eine Empfangslinse und verstärken das Signal durch ihre Nähe zur interessierenden Region. Es gibt starre oder flexible Oberflächenspulen.
Nach kurzen Einstellsequenzen erfolgt die Messung, die aus 3 bis 8 verschiedenen Sequenzen besteht. Die Dauer dieser Sequenzen liegt zwischen 20 Sekunden und 6 Minuten. Bei Ganzkörperdarstellungen oder Gefäßuntersuchungen können durchaus auch mehr Sequenzen notwendig werden.
Im Durchschnitt dauert eine MRT-Untersuchung (Raumzeit!) etwa 30 Minuten.
Da der Patient während der Untersuchung in der Regel allein im Raum ist, erhält er eine pneumatische Klingel in die Hand, mit der er sich jederzeit bemerkbar machen kann. Die MRT- Räume sind klimatisiert un d beleuchtet.
Über Lautsprecher und externes Mikrofon ist jederzeit eine Kommunikation mit dem Untersucher möglich. Meist erhält der Patient Lärmschutzkopfhörer, über die - je nach Wunsch - auch Musik eingespielt werden kann, die die Zeit im Untersuchungsraum verkürzen soll.
Die schnellen Rechner bearbeiten die Messungen schon während der Untersuchung, so dass das Bildmaterial unmittelbar nach Abschluß vorliegt. Die Auswertung des mitunter sehr umfangreichen Bildmaterials erfolgt an einer externen Befundungsstation mit hochauflösenden Monitoren. In manchen Fällen werden noch weitere Schritte der Bildnachbearbeitung dazwischengeschaltet (Reformationen, 3-D-Bildbearbeitung, Subtraktionen etc.)
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