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MRT Risiken

Risiken der MRT-Untersuchung

Die Kernspintomografie ist eine sehr sichere Untersuchungsmethode. Nach derzeitigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand haben Magnetfeld und die im MRT ausgestrahlten Radiowellen keinen dauerhaft schädlichen Einfluß auf den menschlichen Organismus,

Die  Einflüsse einer MRT auf den ungeborenen menschlichen Organismus sind bislang noch nicht abschließend untersucht, so dass man derzeit in der Indikationsstellung einer MRT bei Schwangeren strenger umgeht. Die Strahlenschutzkommission empfiehlt Untersuchungen bei Schwangeren nicht vor der 21. Schwangerschaftswoche. Letzlich gibt es bislang jedoch keinerlei Hinweise auf Schädigungen des Fötus.

Risiken des Magnetfeldes:

Feldstärken bis 1,5 Tesla sind weitestgehend unbedenklich. Bei 3 Tesla Maschinen klagen viele Patienten über Blitze vor den Augen (sogenannte Magnetophosphene), auch kommt es dort sehr häufig zu Übelkeit und Erbrechen, insbesondere wenn der Patient zu schnell in die Maschine gefahren wird. Experimentell konnte ab einer Feldstärke von 2 Tesla eine Beeinflussung der Reizleitung am Herzen nachgewiesen werden, ab 5 Tesla eine Verringerung der Flußgeschwindigkeit in der Aorta.

Risiken der Hochfrequenz:

Die für die Bildgebung notwendige Einstrahlung einer Hochfrequenz (Radiowelle) hat naturgemäß gewisse thermische Auswirkungen. Herstellerseits sind diese jedoch auf einen unbedenklichen Wert reduziert. Die sogenannte “Spezifische Absorptionsrate” (SAR) ist ein Wert für die auf den Patienten aufgestrahlte Energie. Die Limitierung der SAR verhindert ein Überwärmen des Körpers. Lediglich in Einzelfällen, z.B. bei Metall im oder am Körper, das innerhalb des Meßfeldes liegt, kann der Patient eine deutliche Erwärmung verspüren. Dieser Effekt nimmt naturgemäß mit den höheren Feldstärken zu, da dort auch mit höheren Energien gearbeitet wird.

Metall am Körper:

Naturgemäß beeinflussen alle metallenen Gegenstände das Magnetfeld und umgekehrt. Deshalb ist es absolut notwendig, vor der Untersuchung sämtliches Metall vom Körper abzulegen, dazu gehören z.B.:

  • Haarnadeln
  • unechter Schmuck
  • Pearcings (nach Möglichkeit)
  • Kleingeld
  • Uhr
  • Handy
  • Scheckkarten
  • Brille
  • Gürtelschnalle
  • Kleidung mit größeren Metallapplikationen oder Verschlüssen (z.B. BH)
  • herausnehmbarer Zahnersatz

Scheckkarten oder Magnetstreifenkarten werden durch das Magnetfeld unbrauchbar.
Gleichfalls werden die Speicher von
Handys oder PDA’s gelöscht, die Geräte mitunter unbrauchbar.
Auch
Armbanduhren können nach Kontakt mit dem Magneten ihren Dienst quittieren.

Metall im Körper:

Naturgemäß können auch alle im Körper befindlichen Metallgegenstände durch das Magnetfeld beeinflußt werden:

  • Herzschrittmacher: Stellen derzeit noch eine absolute Kontraindikation dar, da die empfindliche Elektronik durch den Magneten zerstört wird. Erste Versuche mit magnetfeldunempfindlichen Herzschrittmachern sind allerdings im Gange;
  • Zahnersatz: Fester Zahnersatz (Goldkronen, Brücken etc.) können naturgemäß vor der Untersuchung nicht entfernt werden, stellen für die MRT jedoch auch kein Problem dar. Mobiler Zahnersatz sollte entfernt werden;
  • Endoprothesen: Sofern der interessierende Bereich nicht unmittelbar in Nachbarschaft der Prothese liegt kein Problem. Lockerungen oder Verschiebungen sind ausgeschlossen, manchmal spüren die Patienten eine gewisse Erwärmung im Prothesenbereich;
  • Gefäßimplantate (Stents): Moderne Stents sind amagnetisch, ältere sind in der Regel fest in die Gefäßwand eingewachsen und verändern ihre Lage im Magnetfeld nicht.
  • Operationsmaterial: Vorsicht ist nach wie vor bei Operationsclips in Gefäßnahe geboten, insbesondere in der Nähe von hirnversorgenden Arterien. Hier sollte nach Möglichkeit auf andere Methoden zurückgegriffen werden.
    Für alle anderen metallenen Implantate gilt: nach 6 Monaten sind diese mit dem Gewebe in der Regel fest verwachsen und können somit nicht mehr beeinflußt werden;
  • Insulinpumpen: Dürfen nicht in den Magneten.
  • Künstliche Herzklappen: Die alten Metallklappen dürfen nicht in den Magneten, die modernen Teflon- oder biologischen Implantate stellen kein Problem dar. -
  • Berufsbedingte Metalleinschlüsse, Verletzungen, Fremdkörper: Beeinflussen die Bildqualität, ansonsten, sofern nicht in unmittelbarer Gefäßnähe (z.B. Granatsplitter) unproblematisch. Gewisse Einschränken bestehen bei Geschoßverletzungen aus Eisenmetall: verschiedene Studien belegen , daß stark ferromagnetisches Material im Körper durchaus in Bewegung kommen kann.

Kontrastmittel:

In manchen Fällen ist die intravenöse Gabe eines paramagnetischen Kontrastmittels
(s.
Untersuchungsdurchführung) notwendig. Diese Kontrastmittel sind gut verträglich, allergische oder allergiforme Reaktuionen darauf extrem selten. Besteht allerdings eine Neigung zu Allergien, so ist Vorsicht geboten.

Vorerkrankungen:

Die Kernspintomografie erfordert einen kooperativen Patienten. Schwerstverletzte sollten besser mit der CT untersucht werden. Gleiches gilt für debile Patienten.

Vorbestehende Herz- oder Nierenerkrankungen bedürfen einer gesonderten Überwachung, stellen jedoch keine Kontraindikation zur MRT dar.