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Zentrum für präventive Radiologie

Das Zentrum für präventive Radiologie im Gesundheitszentrum Hamburg-Harburg bietet eine Reihe präventiver (Vorsorge-) Untersuchungen an.

1. Kolonuntersuchung
(Darmkrebsvorsorge)

Darmkrebs (Fachbegriff: das kolorektale Karzinom) ist eine der häufigsten Krebsarten in der westlichen Hemisphäre. Waren es 1995 noch ca. 18.000 Neuerkrankungen bei Männern und 24.000 Neuerkrankungen bei Frauen in Deutschland, so ist die Rate der Neuerkrankungen in den letzten Jahren dramatisch gestiegen (geschätzte 60.000 Neuerkrankungen in 2003 insgesamt). Etwa die Hälfte (30.000) sterben jährlich an den Folgen dieser Erkrankung.

Risiskofaktoren sind hochkalorische Ernährung (Fettsucht), Alter über 50 Jahre und familiäre Vorbelastungen (Darmpolypen, Darmkrebs bei den nächsten Verwandten).

Als einfacher Test hat sich seit Jahren der Hämokkult Test (Suche nach Blut im Stuhl) bewährt, wobei die Methode mit dem kleinen Papierstreifen einer hohen Fehlerbreite unterliegt (es reicht im Prinzip schon das Zähneputzen am Vorabend aus, um den Test positiv werden zu lassen).

Eine wichtige Vorstufe der Erkrankung sind Darmpolypen, die bislang in der Regel endoskopisch oder mit konventionellen Röntgentechniken erfaßt wurden. Nicht umsonst ist die Koloskopie als Präventionsmaßnahme inzwischen Leistung der gesetzlichen Krankenkassen bei Patienten über 50 Jahren.

Die Koloskopie birgt allerdings gewisse Risiken: Blutungen durch Anreißen der Darmschleimhaut sind nicht selten, im Extremfall kommt es zur Perforation (Durchstechen des Darmes). Man schätzt, daß eine von 10.000 Koloskopien eine tödliche Komplikation zur Folge hat.
Die
konventionellen Röntgentechniken sind naturgemäß weniger kompliziert, allerdings ist die Aussagekraft durch Überlagerungen und mitunter schlechte Technik eingeschränkt.

Nach Statistiken der gesetzlichen Krankenkassen ist die Akzeptanz der Vorsorgekoloskopie leider sehr gering, nur 2,5 bis 3,5% der Anspruchsberechtigten unterziehen sich einer Koloskopie. Gründe sind vor allem Angst vor Schmerzen und Komplikationen und Horrormeldungen über die Prozedur der Darmreinigung.

Ein modernes und sehr sicheres Verfahren stellt die virtuelle Koloskopie dar, die wir mit unserem Mehrzeilen-CT durchführen. Aufgrund der extrem dünnen Schichtführung (1mm) sind Polypen praktisch noch unterhalb der statistischen Resektionspflichtigkeit von 5mm erkennbar (sicher ab 2mm). Näheres zur Untersuchung selbst erfahren sie auf der entsprechenden Seite.

Strahlenfrei läßt sich der Dickdarm mit der Kernspintomografie untersuchen. Das Verfahren der virtuellen Koloskopie ist ähnlich der CT (s. dort), allerdings sind die Meßzeiten deutlich länger, damit die Gefahr von Bewegungsunschärfen höher. Zudem erlaubt die derzeitige Technik noch nicht die Feinauflösung der Mehrzeilen-CT.

Als Alternativverfahren bietet sich die sogenannte Kolonografie mittels der Kernspintomografie an, bei der der Darm mit positivem (Wasser oder Methylzellulose) oder negativem (Luft oder Metallsuspension) Kontrastmittel gefüllt wird. Das Verfahren gleicht im Prinzip der konventionellen Monokontrast-Dickdarmuntersuchung, wobei die MRT den entscheidenden Vorteil hat, dass durch die Schnittführung der Darm überlagerungsfrei darstellbar ist und zudem sich Darmwand und Strukturen außerhalb des Darmes (im Darmgekröse) beurteilen lassen.


 

2. Kardiovaskuläre Früherkennung
(Herzinfarktprophylaxe)

Der Herzinfarkt kommt oft wie aus heiterem Himmel und ist die häufigste Todesursache in den Industrienationen. In Deutschland sterben jährlich etwa 85.000 Menschen daran. Ursache ist meist ein akuter Verschluss eines der Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel selbst mit Blut versorgen. Das nicht mehr durchblutete Gewebe stirbt dann ab, gefährliche Rhythmusstörungen und eine Pumpschwäche sind die Folge.

Risikofaktoren sind: Rauchen, Bewegungsmangel und eine unausgewogene Ernährung.
Mit der Zeit bildet sich eine fetthaltige Ablagerung an der Gefäßwand, die nur durch eine dünne Zellschicht von der Blutbahn getrennt ist - ein so genannter Plaque. Man unterschiedet “harte” (verkalkte) und weiche (vulnerable) Plaques. Löst sich der vulnerable Plaque, wird sofort das Gerinnungssystem des Blutes aktiviert. Ein Gerinnsel aus Fibrinfäden und Zellen bildet schließlich einen Propf, der das Herzkranzgefäß verschließt. Das hinter der Verstopfung liegende Muskelgewebe ist dann nicht mehr durchblutet und stirbt ab - es kommt zum akuten Herzinfarkt.
Der harte Plaque bewirkt eine mehr kontinuierliche Einengung des Herzkranzgefäßes. Im Ruhezustand ist damit noch eine ausreichende Blutversorgung gewährleistet, in Streßsituationen kann es aber dann zur Minderversorgung kommen, die das bekannte Symptom der Angina pectoris (“Brustenge”) auslöst.

Das CT ermöglicht heutzutage eine Risikoabschätzung (Kazium-Scoring), aber auch eine echte Darstellung der Herzkranzgefäße.

Struktur und Funktion des Herzens sind strahlenfrei und sicher mit der MRT beurteilbar.

 

3. Tumorsuche
(Suche nach bösartigen Erkrankungen)

Krebserkrankunegn sind zwar nicht die häufigste (nach Unfalltod und Kardiovaskulären Erkrankungen an dritter Stelle), dafür aber die heimtückischste Todesursache. Häufig bemerkt man das Krebsgeschwür zu spät, da e sich schleichend und oft ohne Symptome im Körper ausbreitet. Begreiflicherweise ist die Angst vor einer bösartigen Erkrankung sehr verbreitet.

Unser Institut bietet eine Reihe an Vorsorgemaßnahmen zur Krebsfrüherkennung an:

Ganzkörper-MRT

Ein hervorragendes Verfahren zur Darstellung des gesamten Menschen (s. dort)

Virtuelle Koloskopie

Eine sinnvolle Alternative zur endoskopischen Koloskopie, schmerzfrei und sicher.

Low-Dose-Lungen-CT

Das Bronchialkarzinom (Lungenkrebs) ist eine der häufigsten Krebserkrankungen mit meist tödlichem Ausgang. Hauptursache ist das Rauchen (89% aller Lungenkrebserkrankungen).
Jeder Raucher sollte sich daher regelmäßig einer Lungendiagnostik unterziehen.
Unser moderner Computertomograf erlaubt eine Dünnschicht-Darstellung der gesamten Lunge mit einer Dosis, die der klassischen Röntgenuntersuchung der Lunge identisch ist. Die Überlagerungsfreie Darstellung der Lungen ermöglicht damit die Detektion auch kleinster Herde und den Nachweis von Lungengerüstveränderungen (“Raucherlunge”). Derartige Niedrigdosis (Low-Dose) Protokolle funktionieren nur an den Mehrzeilen-CT.

Ultraschalluntersuchung:
Die Sonografie ist ein strahlenfreies und unkompliziertes Verfahren, bietet sich vor allem zur Untersuchung der Schilddrüse und der Organe des Oberbauches an (Leber, Nieren etc.)

Prostata-Screening

Unser MRT verfügt über die Möglichkeit hochauflösender Sequenzen im kleinen Becken. Die Sensitivität ist der einer Endo-Sonografie gleichzusetzen, wobei die MRT den Vorteil eines wesentlich größeren Blickfeldes hat (Harnblase, Samenbläschen, Lymphknotenstationen).

 

4. Gefässuntersuchung
(Diagnostik der Arterien und Venen)

Die Gefäßdarstellung ist mit der MRT heute eine sichere und etablierte Methode. Die Untersuchung des Gefäßstatus von den Nierenarterien bis zu den Füßen bei der arteriellen Verschlußkrankheit ist schnell und unkompliziert, hat damit die Katheterangiografie verdrängt.

Die Untersuchung der hirnversorgenden Gefäße ist ein ebenso unkompliziertes und sicheres Vefahren.

Die Untersuchung der Venen hat vor allem bei der Varizenkrankheit (Krampfadern) Bedeutung. Klassisches und etabliertes Verfahren ist die Phlebografie, die wir mit digitaler Technik jedoch wesentlich strahlensparender gestalten, als mit herkömmlicher Film-Folien-Technik.

5. Knochendichtemessung
(Osteoporose-Vorsorge)

S. dort

6. Sportmedizinisch-radiologische Leistungsdiagnostik
(Erkennung von und Beratung bei Überlastungsschäden der Wirbelsäule und der Gelenke)

Der Fitnessboom der letzten Jahrzehnte fordert mehr und mehr seinen Tribut. Überlastungsschäden und Verletzungen durch organisierten und Freizeitssport machen heutzutage mehr als ein Drittel des orthopädisch - chirurgischen Krankengutes aus. Viele fangen nach 10 oder mehr Jahren sportlicher Abstinenz wieder mit dem Training an, ohne sich dabei fachlich beraten zu lassen oder einer Tauglichkeitsuntersuchung zu unterziehen. Folge sind schwere Überlastungsschäden mit Veränderungen an Sehnen und Knorpeln bis hin zu Ermüdungsbrüchen, vor denen übrigens auch junge Sportler nicht gefeit sind.

Ein rechtzeitige Untersuchung von Muskeln und Gelenken in Verbindung mit einer eingehenden sportmedizinsichen Beratung hilft Ihnen, den richtigen Weg für körperliche und mentale Fitness zu finden. 

7. Private Ernährungsberatung

Ein gesundes Leben setzt eine ausgewogene und gesunde Ernährung voraus. Viele Erkrankungen des Magen-Darmtraktes, vom sogenannten Reizdarm bis hin zu Entzündungen der Darmschleimhaut sind durch falsche Ernährung verursacht. Sogar rheumaähnliche Gelenkerkrankungen können Folge falscher Ernährung sein.

Das uns heutzutage durch die Medien vorgelebte Schönheitsideal führt vor allem viele Jugendliche und junge Erwachsene in chronische Eßstörungen. Diäten führen zu schweren körperlichen Schäden, wie Osteoporose, ganz zu schweigen von den psychischen Veränderungen.

Professionelle Ernährungsberater sind in der Regel angehalten, die Meinung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) zu vertreten. In so mancher Empfehlung wird die DGE jedoch durch wissenschaftliche Veröffentlichungen widerlegt.

Wir beraten Sie nach den Erkenntnissen des Europäischen Institutes für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (Eu.L.E.) e.V.

 

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